Kunst an der Schlösserstraße

Wenn Kunst tief verwurzelt und ganz und gar nicht abgehoben ist.

Kunst lässt uns Dinge erkennen. Kunst erzählt Geschichten. Kunst ist Geschichte. Die Kunst an der Schlösserstraße erzählt nicht nur die Geschichte der Schlösser und Burgen, sondern ist so tief verwurzelt im Leben der Region wie die Orte selbst.

Krieg, Politik, Natur, soziale Entwicklungen, das alles bestimmt das Heute aus dem Geschichte wird. Kunst macht diese Geschichte fassbar und lässt einen Blick auf die Zukunft zu.

Der große Wortkünstler Karl Valentin sagte einmal, „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit." Die Schlösser und Burgen an der Schlösserstraße reduzieren sich keineswegs darauf, rein „Historisches“ zugänglich zu machen, sondern zeigen eine beachtliche Vielfalt von den Anfängen bis zur Gegenwart: Gerade im Bereich der zeitgenössischen Kunst präsentiert Gartenschloss Herberstein mit seinem Gironcoli Museum einen der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler Österreichs oder Cajetan Gril, selbst Kunsthändler, zeigt auf Schloss Aichberg Künstler wie den Maler Oswald Oberhuber und jährliche Sonderausstellungen. Auf der Burg Deutschlandsberg findet man antiken Schmuck, die Burg Güssing präsentiert eine europaweit einmalige Sammlung historischer Eisenkunst. Bad Radkersburg hat sich den Themen Baukunst und Denkmalschutz verschrieben und Schloss Seggau steht für herausragende sakrale Kunst. Das allerdings sind nur einige Beispiele für die Vielfalt der Kunst an der Schlösserstraße.

Zeitgenössische Kunst an der Schlösserstraße

Schloss Aichberg

Das Schloss als Kunstobjekt?

Schloss Aichberg besticht durch eine sehr originelle Mischung alter Bausubstanz in Kombination mit Gegenwartskunst.

Der Schlossherr, Cajetan Gril, selbst Galerist und Kunsthändler, eröffnet durch diese einzigartige Kombination völlig neue Perspektiven.

 

Sehr präsent sind unter anderen die Werke von Oswald Oberhuber, die in einer Dauerausstellung am Schloss ihren Platz gefunden haben. Oswald Oberhuber ist einer der bedeutendsten österreichischen Maler, Bildhauer und Graphiker, er war Professor an der Hochschule für angewandte Kunst und ist Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse.

Gartenschloss Herberstein

Gedanken auf Ausflug

Kopf-Reisen in die moderne Kunst werden Herberstein im Gironcoli Museum möglich gemacht, das nach einem der bedeutendsten Bildhauer Österreichs benannt ist.

Bruno Gironcolis Motiv war die Veränderung; seine Kunst stellt nichts Endgültiges dar, sondern immer neue wandelbare Formen stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Seine Gestalt gab dem Museum der Architekt Hermann Eisenköck, im Sinne der Philosophie Herbersteins, einen Dialog zwischen Tradition und Moderne. Ein Tennengebäude aus dem Jahr 1594 wurde mit einer modernen Glas-Stahl-Kunststoff-Konstruktion erweitert. Die Formensprache hat der Architekt bewusst minimalistisch gehalten, um die unverwechselbaren, symbolhaften Skulpturen in den Vordergrund zu stellen. Gemeinsam mit der Republik Österreich und der Steiermärkischen Landesregierung ist es in Herberstein gelungen, ein Museum zu realisieren, das die größte Schau der Werke Gironcolis beheimatet.